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Aktuelles

Runder Tisch zu Lebensmittelverschwendung am 6. November

Wir wollen eure Erfahrung & Ideen! Wie können Vertreter aus Agrarwirtschaft, Handwerk, Handel, Gastronomie und Start-Ups gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung arbeiten?

Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist nicht nur unter Branchenexperten wohl bekannt, auch beim Endverbraucher ist es inzwischen in aller Munde und es sprießen an verschiedenen Stellen Ideen zur Abhilfe. Diese mit den richtigen Leuten aus allen Bereichen der Lebensmittelbranche zu diskutieren und konkrete, nachhaltige sowie wirtschaftliche Lösungen von Lebensmittelverschwendung durch fundierten Austausch und neue Kontakte zu fördern ist unser Plan!

Dafür veranstalten wir zusammen mit dem Impact Hub Ruhr  am 6. November eine Nacht der Ideen. Diese Veranstaltung ist ähnlich eines Runden Tisches mit Vertretern aus Agrarwirtschaft, Produktion, Handel, Gastronomie und Start-ups, sowie der Politik, um mit verschiedenen Akteuren machbare Lösungsansätze von Lebensmittelverschwendung zu diskutieren und weiter zu denken.

Impulsvorträge und Diskussion

Zum Auftakt gibt es Impulsvorträge verschiedener Experten aus der Praxis die ihre Problemstellen und dafür bisher erfolgreich erprobten Aktivitäten rund um Foodwaste skizzieren.

Es folgt eine moderierte Diskussion mit allen Speakern und Teilnehmern über das Problem der Lebensmittelverschwendung an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette und die Präsentation von Lösungsideen von Start-ups und Gründungsinteressierten – begleitet von dem Input aller anwesenden Branchenkenner.

Interessierte, die in die Veranstaltung reinschnuppern wollen, um einen Eindruck zum Stand der Diskussion zu erhalten, sind auch herzlich eingeladen.

Mehr zu unseren Experten und einigen Diskussions-Teilnehmer weiter unten!

  • Mittwoch, 6. November 2019
  • 17.30 – 21.00 Uhr
  • Impact Hub Ruhr, Hollestr. 1, 45127 Essen

Impulsvortäge: Experten

Bislang bestätigt sind die folgenden Experten:

Was ist Verschwendung, was ist Kompost? Für welche Produkte & Mengen braucht es Lösungen?“

© Bioland Lammertzhof

Heiner Hannen, der Besitzer des Lammertzhof, ein Demeterhof in Kaarst engagiert sich bereits weitläufig: Seit über 10 Jahren Mitglied im Verband Öko Kiste e.V. mit Vertrieb der saisonalen Bio-Kiste im Abo mit über 2.000 Kunden. Kooperation mit den Organisationen Foodsharing (Deutschlandweit), The Good Food (Köln) und Veranstaltung sehr öffentlichkeitswirksamer Nachernte-Termine.

„Welche Chancen bietet die Großverpflegung?“

Carolin Sasse ist Abteilungsleiterin Produkt- und Qualitätsmanagement bei Broich Catering. Das Unternehmen unterhält vier Produktionsküchen in Mönchengladbach, Düsseldorf, Bonn und Köln. Broich Catering ist u.a. für die Verpflegung des VIP Stadion-Bereichs bei Borussia Mönchengladbach oder dem Areal Böhler in Düsseldorf verantwortlich, und beliefert Schulen, Privatfeiern, Firmenevents sowie Kantinen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Broich mit dem Thema Food Waste und konnte somit schon einige Best practices sammeln.

„An welchen Stellen der Kette braucht der Handel Lösungen, auch in Logistik und Lagerhaltung?“

Norbert Degen ist stellvertretender Marktleiter des SuperBioMarkt Essen. Die 24 Filialen des Bio-Vollsortimenters nutzen eine Vielzahl von Instrumenten, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, zum Beispiel eine konsequente Preisreduktion vor dem Erreichen des MHD, sowie die Kooperation mit TooGoodToGo. Aber der Last-Minute-Abverkauf von Waren ist nur ein Teilchen in der Kette. Welche anderen Hebel im Handel es gibt erklärt uns Norbert Degen an Beispielen aus drei Jahrzehnten LEH-Erfahrung.

 „Was tun, damit Überschuss in meinem Betrieb gar nicht erst entsteht?“

Das Start-up Foodtracks aus Münster geht Lebensmittelverschwendung vorm Entstehen mit Hilfe von Daten an: Nur produzieren, was realistisch zu verkaufen ist! Dazu haben sie eine Controlling & Forecasting-Software entwickelt, die sie bereits erfolgreich bei verschiedenen Bäckerei-Ketten einsetzen. 2019 gewannen Foodtracks den Bundespreis „Zu gut für die Tonne„. Gründer Tobias Pfaff berichtet von den aktuellen Projekten und Learnings.

Wohin mit den Waren die bis zum Ladenschluss die Kunden zahlreich mit gut gefüllten Regalen und Auslagen anlocken sollen?“

Die Betreiber von TooGoodToGo haben eine, europaweit und inzwischen auch in vielen Städten Deutschlands genutzte, App entwickelt die Gastronomiebetrieben und Einzelhandel ermöglicht zu Ladenschluss Überschuss zu reduzierten Preisen via „Wundertüte“ abzugeben. Viola Bärwald wird von TooGoodToGos Erfahrungen berichten.

Diskussions-Teilnehmer

Bislang angemeldet als Teilnehmer, die ihre Erfahrungen diskutieren und Lösungen vorstellen wollen, sind:

„Was tun mit Produktionsüberfluss oder bei Auftragsstorno?“

Das Start-up LEROMA entwickelt ein virtuelles Lager für Rohstoffe aller Art. Via ihrem Online Lebensmittelrohstoffmarkt bringen sie Lebensmittelproduzenten, Lebensmittelgroßhändler und Lieferanten weltweit zusammen für einen schnellen unkomplizierten Warenaustausch. Für diese Idee erhielten sie kürzlich das Gründerstipendium NRW.

„Upcycling – Wie können Produkte mit kleinen und größeren Fehlern wieder marktfähig gemacht werden“ 

Seit 2017 rettet Veggie Specials unter anderem mit ihrem Onlineshop Lebensmittel, die über den Handel nicht mehr verkauft werden können. Doch nicht nur kurze Restlaufzeiten und Überproduktionen können auf diesem Wege wieder an den Mann gebracht werden. Seit 2018 hat Veggie Specials eine Methode entwickelt Produkte mit kleinen und größeren Schönheitsfehlern wieder marktfähig zu machen. Der Gründer Matthias Beuger berichtet über die Hürden und die Entwicklung der Idee rund um Tofu Mama und Saitan. 

„Wie kann man Sekundärprodukte der Landwirtschaft verarbeiten?“

In Sri Lanka wurden große Teile der Jackfrucht Produktion nicht geerntet, weil es keinen Markt gab.  Jacky F. hat das geändert: ihre Jackfrucht-Produkte sind in Deutschland im Bio-Handel zu finden, die Jackfrucht kommt aus Sri Lanka. Das Team von Jacky F. will nun prüfen welche neuen Produkte aus Rohstoffen entwickelt werden können, die in der heimischen Landwirtschaft als Abfall anfallen.

„Wie ein Phoenix aus der Tonne – Neue Produkte durch Upcycling“

Getreu dem Motto „Das Gute steckt in der Schale“ wurde mit ZestUp das weltweit erste Erfrischungsgetränk entwickelt, das seinen kompletten Fruchtgehalt aus der Schale von Bio-Früchten gewinnt. Diese fallen bei der Saftproduktion als Nebenprodukte an und bekommen mithilfe des Upcyclings durch ZestUp neues Leben eingehaucht. Dabei verzichten wir vollständig auf künstliche Zusatz- und Inhaltsstoffe. Es wurde von vier Studenten der TH OWL in Lemgo entwickelt und hat unter dem Namen „Fizzzest“ 2018 in Bonn beim Trophelia Award den dritten Platz gewonnen. Zur Finanzierung des Marktstartes läuft derzeit eine Crowdfunding-Kampagne auf startnext.

Wann & Wo

  • Mittwoch, 6. November 2019
  • 17.30 – 21.00 Uhr
  • Impact Hub Ruhr, c/o Haus der Technik
    Hollestr. 1
    45127 Essen

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