Logistik-Start-ups im Aufschwung: startport begrüßt 30 neue Start-ups

Ahoi! Bei startport im Duisburger Innenhafen legten vor wenigen Wochen 30 neue Start-ups aus dem Bereich Logistik und Supply Chain an. Die Größe des neuen Jahrgangs (Batch #5) ist dabei ein stolzer Rekord. Die startport-Jahrgänge wachsen seit Start der Innovationsplattform zwar kontinuierlich: die Größe des letzten, vierten Jahrgangs konnte jedoch nochmal mehr als verdoppelt werden. „Das ist eine großartige Entwicklung – für startport, aber auch für die Logistikbranche und die Rhein-Ruhr-Region. Nach nur drei Jahren ist startport auch europaweit kein Geheimtipp mehr unter Gründer:innen“, freut sich Peter Trapp, Managing Director von startport. So stammen 9 der 30 Start-ups aus ganz Europa. Mit vertreten im neuen Jahrgang sind Start-ups aus Frankreich, Spanien, Türkei, Großbritannien, Belgien, Österreich und Deutschland. Die Ideen der 30 Start-ups sind vielfältig. Mit Filics, adiutaByte und Orbica sind drei Start-ups mit an Bord, die die Food-Logistik optimieren. 
 
Innovativ in der Intralogistik
In der Transportindustrie werden fast alle Arten von Gütern auf Paletten transportiert, auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das Start-up Filics entwickelt ein neuartiges, fahrerloses Transportsystem für den bodengebundenen Palettentransport. Hierbei fahren zwei mechanisch nicht verbundene Kufen unabhängig voneinander in Euro-Paletten oder Euro-Gitterboxen ein, heben diese an und verfahren die Ladung auf direktem Wege personensicher und digital steuerbar. Dieser Transportroboter kann nicht nur die Transportgrundlast abhandeln und optimieren, sondern schafft durch seine außergewöhnliche Flexibilität neue Anwendungsfälle in der gesamten Intralogistikindustrie. Neben dem autonomen Transport entsteht eine Plattform für Digitalisierung und Transparenz.
 
Disposition und die Routenplanung optimieren 
Kunden legen viel Wert auf frische Produkte. Umso wichtiger ist das Lebensmittel rechtzeitig geliefert werden und die Planung möglichst reibungslos abläuft. Hier setzt das Start-up adiutaByte mit Büros in Sankt Augustin und München an und bietet webbasierte Tools, um komplexe Herausforderungen der Ressourcenplanung für Unternehmen zu automatisieren und zu optimieren. Das erste Produkt ist eine Software zur automatischen und optimalen Disposition und Tourenplanung. Dieses kombiniert neuartige Algorithmen und maschinelles Lernen mit dem Wissen des Disponenten. So werden Zeit, Kosten und CO2-Emissionen reduziert und die Kundenzufriedenheit verbessert. Die Idee entstand 2017 ursprünglich in der ambulanten Pflege. Aufbauend auf einer automatischen Tourenplanungslösung speziell für Pflegedienste, ist die Vision weitergewachsen. adiutaByte verfolgt inzwischen das Ziel alle manuellen Planungsprozesse in der Touren- und Personaleinsatzplanung durch Algorithmen zu automatisieren und optimieren. Einzigartig macht sie dabei die extrem flexible Technologie, die sich sehr einfach an verschiedenste Anwendungsfälle anpassen lässt, um Kundenwünsche einfach und skalierbar abzubilden. 
 
Risiken für Lieferketten kontrollieren
Naturereignisse wie Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben, aber auch Verkehrsstörungen oder Verzögerungen bei den Grenzkontrollen können Lieferketten stören. Orbica ist ein Start-up, welches mithilfe von Geo-Daten eine Vielzahl dieser Risiken erfasst. So können Unternehmen auf solche Ereignisse viel effizienter reagieren und präventiv dafür sorgen, dass ihre Wertschöpfungskette weniger anfällig wird. Mithilfe der simulationsbasierten Szenarioanalysen können Kunden modellieren lassen, was passieren würde, wenn sie verschiedene Aspekte ihrer Supply Chain verändern würden. Damit finden sie die richtige Balance zwischen einer resilienten und einer schlanken Supply Chain. 

Geschrieben von

M. Lee Greene

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