Risiken in der Lieferkette – Digitalisierung schafft Lösungen

Online Seminar und Fachgespräch
Di., 23. März 2021
18:00 – 20:00 CET
Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem virtuellen Networking


Lieferketten, die wie geschmiert laufen, sind das A und O, auch in der Ernährungswirtschaft. Wie uns BREXIT und Corona-Pandemie gezeigt haben, müssen empfindliche und eng getaktete Lieferketten auch strategisch gedacht und abgesichert werden. Bei just-in-time Produktionsprozessen und teils verderblichen Waren verursachen plötzliche Unterbrechungen der Lieferketten nicht nur verlängerte Lieferzeiten und Engpässe in der Versorgung der Bevölkerung, sondern auch schmerzhafte finanzielle Schäden für die Unternehmen. 
 
Das Problem ist aber nicht auf die Corona-Pandemie beschränkt und verschwindet nicht mit dessen Ende. In einer Studie des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) gaben 77 % der Unternehmen an, innerhalb eines Jahres mindestens eine Unterbrechung in der Lieferkette erfahren zu haben. 27 % berichten sogar von mehr als fünf Störungen. 
 
Digitale Lösungen können hier helfen – und nach einem Blick auf den Status Quo ist in Deutschland noch viel Luft nach oben: In o.g. Befragung des BME gaben gerade einmal 8% der Unternehmen an, eine Supply-Chain-Risk-Management-Software im Einsatz zu haben. Über die Hälfte setzt demnach weiterhin auf Excel. 27% nutzen überhaupt keine Tools.
 
Auch in anderen Bereichen der Lieferkette wächst der Veränderungsdruck – und das Angebot neuer Technologien: 
  • Im Rahmen der geforderten Klimaneutralität wird ein neues Level der Transparenz der Lieferkette notwendig. 
  • Lebensmittelskandale haben die Bedeutung einer zügigen und lückenlosen Rückverfolgbarkeit für Lebensmittelsicherheit in ein neues Licht gerückt . 
  • Dazu kommt das steigende Interesse der Konsumenten an Nachhaltigkeitsaspekten generell, und dem damit verbundenen Wunsch nach mehr Transparenz. 
 
In unserem virtuellen Fachgespräch am 23. März 2021, 18 -21 Uhr, stehen konkrete digitale Lösungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Experten aus Technologieunternehmen und Start-ups geben einen Überblick und stellen erprobte Lösungen vor:
 
Wie kann man als Unternehmen der Ernährungswirtschaft neue Technologien nutzen, um die Lieferkette resilienter zu machen und strategisch abzusichern? 
 
Wie kann man verflochtene Lieferketten transparent machen, um z.B. Standards von Sub-Lieferanten im Blick zu haben oder seinen CO2 Fußabdruck zu berechnen?
 
Die Veranstaltung gibt einen umfassenden Überblick, der für alle Unternehmen der Ernährungswirtschaft relevant ist, egal auf welcher Verarbeitungsstufe.
 
An die einführende Keynote von Marco Motta, Abteilungsleiter Supply Chain Engineering beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, zu den Digitalisierungspotentialen in der Lieferkette für Unternehmen der Ernährungswirtschaft, schließen sich Impulsvorträge zu den wichtigsten Themen an.

Unsere Impulsgeber:
Eduard Erhart (linkedin) IBM Sterling Solutions Engineer, IBM Österreich
Eduard Erhart ist in Wien zu Hause und unterstützt Unternehmen dabei, Softwarelösungen für das breite Thema des Lieferketten Managements einzusetzen. In seinem Vortrag zeigt Eduard, wie Unternehmen aus Datenchaos Datentransparenz machen und Technologien für die Mitarbeiter einfach nutzbar machen können. 

Falk Nieder (linkedin) Head of Software and Traceability Solutions, European EPC Competence Center GmbH (EECC), Neuss
Das EECC erstellt Track & Trace-Lösungen für Lieferketten auf Basis von GS1 Standards. Durch seine Gesellschafter METRO/ real (bis Juni 2020), LIDL, DHL und GS1 Germany hat das EECC tiefen Einblick in die Lieferketten von Lebensmitteln, und vor allem in die Risiken wie z.B. Kontrolle verderblicher Güter, Rückverfolgbarkeit und Recall. In seinem Vortrag gibt Falk Nieder einen kurzen Einblick in die klassischen Problemfelder in der Lebensmittel-Lieferkette und teilt die Lösungen aus seiner Erfahrung.

Moritz Teriete, (linkedin) Geschäftsführer, Sustainable Food Systems GmbH, Schweiz
Moritz Teriete ist seit über 15 Jahren als Berater und Experte für Nachhaltigkeit in globalen Lebensmittel-Lieferketten tätig. Seit 2014 leitet er die Sustainable Food Systems GmbH, die Unternehmen praxisorientierte Unterstützung bei der Messung und Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen in Agrar-Lieferketten, der Planung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen, sowie der glaubwürdigen Kommunikation zu Nachhaltigkeit bietet. Er wird über die “Nachhaltigkeitsbewertung und Minimierung von Nachhaltigkeitsrisiken in Lebensmittellieferketten” sprechen. 

Matthias Frye​, (linkedin) Director of Marketing and Sales Europe, Orbica UG, Berlin
Matthias Frye leitet Marketing und Vertrieb in Europa bei Orbica, einem Spezialisten für Geospatial Intelligence. In seinem Vortrag geht es um die intelligente Nutzung geographischer Daten, um Supply Chain Risiken frühzeitig zu erkennen und zielführende Resilienzmaßnahmen zu definieren. Innovative Ansätze für Simulationen und Predictive Analytics helfen bei Absicherung gegen disruptive Ereignisse und bieten einen enormen Wettbewerbsvorteil in einem dynamischen Marktumfeld

Dirk Brügge, Kreisdirektor Rhein-Kreis Neuss, wird die Teilnehmer begrüßen und Einblick geben in das Projekt Launch-Center für die Lebensmittelwirtschaft (LCL), das von Rhein-Kreis Neuss und Hochschule Niederrhein im Rahmen vom SofortprogrammPLUS bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH eingereicht wurde.

Online Seminar und Fachgespräch
Di., 23. März 2021
18:00 – 20:00 CET
Tickets sind hier erhältlich
Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem virtuellen Networking

„Risiken in der Lieferkette – Digitalisierung schafft Lösungen“ wird veranstaltet von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreis Neuss und dem Foodhub NRW. 

Geschrieben von

M. Lee Greene

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