Grüne Woche 2026: Ein unvergessliches Jubiläum – mit starken Impulsen aus NRW

100 Jahre Grüne Woche – und eines ist nach zehn Tagen voller Austausch, Innovation und Inspiration klar: Diese Messe steht trotz ihrer langen Tradition wie kaum eine andere für die Zukunft von Landwirtschaft, Ernährung und grüner Transformation. Mit rund 350.000 Besucher:innen und mehr als 1.600 Aussteller:innen aus über 50 Ländern war die Grüne Woche 2026 ein globaler Treffpunkt für Visionär:innen, Macher:innen und Lebensmittelenthusiast:innen. Und der Foodhub NRW war mittendrin – mit starken Start-ups, mutigen Ideen und echter Innovationskraft.


Zukunftsthemen im Fokus: Landwirtschaft, Ernährung, Technologie

Die Grüne Woche hat erneut gezeigt, wie vielfältig und dynamisch die Ernährungs- und Agrarwirtschaft heute ist: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, neue Proteine, Kreislaufwirtschaft und zukunftsfähige Wertschöpfungsketten waren allgegenwärtig. Diese Themen treiben uns im Foodhub NRW genauso an – als Netzwerk, Impulsgeber und Unterstützer Innovationen.


Start-up-Days: Innovationsgeist in Bestform

Ein besonderer Höhepunkt waren die Start-up-Days 2026 – ein lebendiger Wettkampf starker Ideen. Zehn Start-ups stellten sich dem Publikum und der Jury. Am Ende setzte sich SkoneLabs knapp durch: Ihr KI-gestütztes Sensorsystem zur Überwachung von Lagerung und Produktion frischer Früchte zeigt ganz konkret, wie Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann – praxisnah, skalierbar und höchst relevant für unsere Ernährungsökonomie.


Auch diese beiden Finalist:innen begeisterten:

MicroHarvest – neuartige Proteine aus Mikroorganismen und landwirtschaftlichen Nebenströmen;
Miss Mineva’s – fermentiertes, veganes Suppenpulver zwischen Tradition und moderner Ernährung.

Diese Vielfalt an Lösungen zeigt eindrucksvoll den Pioniergeist der deutschen (und internationalen) Start-up-Szene.


Der Foodhub NRW Stand: Treffpunkt für Innovation

In der NRW-Halle präsentierte der Foodhub NRW gemeinsam mit einer starken Start-up-Crew, was in Nordrhein-Westfalen im Bereich AgTech, FoodTech und nachhaltige Ernährung aktuell bewegt wird. Unser Stand war Begegnungsort, Ideenschmiede und Austauschplattform – für Fachbesucher:innen, Interessierte und potenzielle Partner:innen.


Hier ein Blick auf die spannenden Start-ups, die NRW auf der Grünen Woche repräsentiert haben:

AgTech & Digitalisierung

  • AI.Land (Krefeld) – Mit dem autonomen Feldrobotik-System DAVEGI arbeitet AI.Land an einer vollständig automatisierten Wertschöpfungskette „vom Feld bis auf den Teller“ (Field2Fork).
  • DynamoBot (Bonn) – Mit dem KI-gesteuerten Roboter WeWeed wird Unkrautbekämpfung punktgenau, effizient und nachhaltig.
  • Farm Assistant (Kempen) – Intelligente Gewächshaussteuerung für Bewässerung, Klima und Düngung – intuitiv und modular.
  • ORB – Open Research Base (Krefeld) – Eine offene Farm-Management Plattform, die Daten, Forschung und Praxis zusammenführt.

Digitalisierung & Direktvermarktung

Neue Lebensmittel & nachhaltige Produkte

  • MunchWelt (Minden)FloraCrunch: gepoppte Wasserlilien-Samen für bewussten, leckeren Snackgenuss – mit Social Impact.
  • SNACKL (Köln) – Proteinreiche, cleane Snacks für eine gesunde Ernährung.
  • SOOYFOOD (Köln) – Pflanzliche Proteinlösungen für die Ernährungswelt von morgen.
  • Vida Elements / Vidakafe (Meerbusch) – Funktioneller Kaffee mit Präbiotika, Vitaminen und mehr – für gesunde Routinen.

Circular Economy & nachhaltige Rohstoffe

  • NUNOS (Hürth) – „Raketendünger“ aus Biogas-Gärresten: klimafreundlich, effizient und bodenaktivierend – inspiriert von Raumfahrttechnologie.

Nachhaltige Nutzung & neue Perspektiven

  • Stallgrün (Münster) – Indoor-Farming in ehemals landwirtschaftlich genutzten Ställen: neue Zukunft für aufgegebene Betriebe.


Das Fazit: NRW gestaltet die Zukunft mit

Die Grüne Woche 2026 war mehr als nur eine Messe – sie war ein lebendiges Statement für Fortschritt und Wandel. Für uns im Foodhub NRW war es ein großartiger Moment, Gemeinschaft, Kreativität und unternehmerischen Mut sichtbar zu machen. Unsere Start-ups repräsentieren nicht nur technologische Innovation, sondern auch gesellschaftliche Relevanz – von smarter Agrartechnologie über nachhaltige Wertschöpfung bis zu neuen Lebensmitteln.


Insights aus dem Forum Moderne Landwirtschaft / ErlebnisBauernhof

Ein weiteres Highlight der Grünen Woche 2026 war das Forum Moderne Landwirtschaft mit dem ErlebnisBauernhof. Unter dem Motto „Ernährung sichern. Natur schützen.“ bot das Forum praxisnahe Einblicke in moderne landwirtschaftliche Abläufe und stellte gleichzeitig die drängenden Zukunftsfragen der Branche in den Fokus. Besucher:innen konnten hautnah erleben, wie Lebensmittel vom Saatgut über Acker und Stall bis ins fertige Produkt entstehen, und wie innovative Technologien, digitale Lösungen und neue Produktionsmethoden in der Praxis umgesetzt werden.

Der ErlebnisBauernhof war dabei weit mehr als eine reine Ausstellung: Er fungierte als Dialogplattform zwischen Landwirt:innen, Politik, Wissenschaft, Start-ups und Gesellschaft. Interaktive Stationen, Mitmachangebote und die sogenannten AgrarScouts ermöglichten den direkten Austausch, beantworteten Fragen und machten komplexe Zusammenhänge verständlich. So wurde Landwirtschaft nicht nur präsentiert, sondern aktiv erlebbar und nachvollziehbar.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft, das 2026 in die Programme integriert wurde. Hierbei standen die Rolle von Frauen in Betrieben, Wissenschaft und Beratung sowie Gleichberechtigung und Nachwuchsförderung im Mittelpunkt – ein Thema, das in der gesamten Branche zunehmend an Relevanz gewinnt.

Aus den Diskussionen und Programmpunkten lassen sich einige zentrale Erkenntnisse ableiten: Landwirtschaft wird erlebbar gemacht, der Dialog zwischen unterschiedlichen Akteur:innen steht im Vordergrund, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherung werden integriert betrachtet, Technologien dienen als praktische Werkzeuge, und Transformation gelingt nur im gemeinsamen Miteinander. Durch interaktive Angebote und direkte Gespräche wird Wissen greifbar, Akzeptanz gefördert und ein Bewusstsein für die Komplexität moderner Landwirtschaft geschaffen.

Insgesamt zeigt der ErlebnisBauernhof eindrucksvoll, wie moderne Landwirtschaft Praxis, Technik, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Dialog miteinander verbindet – und wie wichtig es ist, dass Innovationen verständlich vermittelt und ökologische sowie soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden.


© Bild: Canva

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