14. Woche 2026 - Kurz und Knapp

Förderprogramme in NRW

BIK – Bundesförderung Industrie und Klimaschutz +++

30.03.2026
Die Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) unterstützt Unternehmen bei der Reduktion von CO₂-Emissionen in der Produktion. Gefördert werden KMU ab 500.000 € und große Unternehmen ab 1 Mio. € im Rahmen jährlicher Einreichungsrunden. Modul 1 richtet sich an Projekte, die mindestens 40 % CO₂ einsparen, z. B. durch neue Anlagen oder Prozessinnovationen, mit Förderhöchstgrenze 200 Mio. €. Modul 2 unterstützt CCU/CCS-Projekte für schwer vermeidbare Emissionen, Investitionen bis 30 Mio. €, Forschung bis 35 Mio. €. Für die Foodhub NRW Community ist BIK relevant für größere Produktionsvorhaben mit messbarer CO₂-Reduktion. Mehr dazu.

Umweltinnovationsprogramm (UIP) +++

30.03.2026
Das Umweltinnovationsprogramm (UIP) fördert Unternehmen, die innovative, umweltschonende Anlagen erstmals in Deutschland einsetzen oder bekannte Techniken neu kombinieren. Gefördert werden Projekte mit Demonstrationscharakter in Bereichen wie Abwasserbehandlung, Abfallverwertung, Circular Economy, Energieeffizienz, Ressourcenschonung oder Klimaschutz. Anträge erfolgen zweistufig: zuerst eine Projektskizze (einreichbar jederzeit), danach der formelle Antrag. Gefördert werden Unternehmen jeder Größe, bevorzugt KMU, und Kosten für Maschinen, bauliche Maßnahmen oder Gutachten. Für die Foodhub NRW Community ist UIP besonders interessant für Projekte, die neue nachhaltige Produktions- oder Verwertungsprozesse praktisch demonstrieren. Weitere Informationen hier.

Regionale Innovationsförderung +++

30.03.2026
Die Regionale Innovationsförderung umfasst Förderprogramme der Bundesländer, die Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei Digitalisierung, Produktentwicklung, Forschungsaufträgen und Kooperationen unterstützen. Gefördert werden Projekte, die neue Produkte, Verfahren oder Geschäftsmodelle einführen, Geschäftsprozesse digitalisieren oder nachhaltige Technologien einsetzen, beispielsweise Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz, Big Data oder datenbasierte Produktionslösungen. Die Programme sind regional gebunden – das Vorhaben muss im jeweiligen Bundesland umgesetzt werden – und werden in der Regel als Zuschüsse vergeben. Für die Foodhub NRW Community sind sie besonders interessant, da sie kooperative Innovationsprojekte, Digitalisierung und nachhaltige Produktentwicklung gezielt unterstützen und so die Innovationskraft sowie die regionale Wertschöpfung stärken. Hier gibts weitere Informationen.

KMU-innovativ-Programm +++

30.03.2026
Das KMU-innovativ-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert Forschung und Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Start-ups, teilweise auch in Unternehmen bis 1.000 Mitarbeiter. Ziel ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, insbesondere bei risikoreichen Projekten mit klarer Verwertungsperspektive in Zukunftstechnologien wie Bioökonomie, Klima, Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft, Medizintechnik oder Digitalisierung. Gefördert werden Einzel- und Verbundprojekte, wobei Verbundprojekte auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen einbeziehen können. Die Förderung erfolgt als Zuschuss, üblicherweise bis 50 % der förderfähigen Kosten, bei KMU oder Verbundprojekten bis 80 %, bei Hochschulen bis 100 %. Förderfähige Kosten sind Personal-, Reise-, Auftragsforschungs- und Gerätekosten, Betriebsausgaben und ggf. Patentierungskosten. Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel 2–3 Jahre. Anträge werden in zwei Stufen gestellt: zunächst eine Projektskizze zum 15. April oder 15. Oktober, danach der formelle Antrag. Für die Foodhub NRW Community ist KMU-innovativ besonders relevant, da es innovative Technologien, nachhaltige Produktentwicklung und kooperative F&E-Projekte gezielt unterstützt. Weitere Informationen hier.

Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) +++

30.03.2026
Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt Unternehmen bei gewerblichen Investitionen und Projekten zur Transformation der Wirtschaft, insbesondere in strukturschwächeren Regionen. Gefördert werden Investitionen in neue oder bestehende Betriebsstätten, Kapazitätserweiterungen, Produktionsdiversifizierung, Modernisierung von Prozessen, Erwerb bedroht geschlossener Standorte sowie Projekte mit besonderen Umwelt- oder Energieeffizienzwirkungen, einschließlich eigener Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Anspruchsberechtigt sind KMU und Großunternehmen in ausgewiesenen Fördergebieten, wobei die Förderung als Investitions- oder Lohnkostenzuschuss erfolgt. Das jährliche Fördervolumen liegt bei etwa 680 Mio. €. Für die Foodhub NRW Community ist GRW besonders relevant, wenn Unternehmen regionale Produktionsstandorte aufbauen oder modernisieren, dabei Arbeitsplätze sichern oder erneuerbare Energien integrieren möchten. Weitere Informationen findes Du hier.

Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) +++

30.03.2026
Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) unterstützt Unternehmen bei Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz, CO₂-Reduktion und Ressourcenschonung mit Förderbeträgen von bis zu 20 Mio. €. Zielgruppe sind KMU, Großunternehmen, kommunale Unternehmen und Contractor, gefördert werden Investitionen, Prozess- und Verfahrensumstellungen sowie Einsparkonzepte. Die Förderquote liegt bei 35 % für KMU und 25 % für Großunternehmen. Das Programm ist in mehrere Module unterteilt, z. B. Modul 1 für Querschnittstechnologien wie hocheffiziente Motoren, Pumpen, Lüftungsanlagen oder Wärmeübertrager; weitere Module adressieren Prozesswärme, MSR-Technik, Optimierung, Transformationskonzepte und Elektrifizierung. Voraussetzung ist, dass Projekte die Energieeffizienz steigern, den Energie- oder Ressourcenverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich reduzieren. Für die Foodhub NRW Community ist EEW besonders interessant, wenn Unternehmen ihre Produktionsanlagen effizienter gestalten, elektrische Antriebe nachrüsten oder Abwärme nutzen wollen. Weitere Infos hier.

Klimaschutzverträge (CO₂-Differenzverträge) +++

30.03.2026
Die Klimaschutzverträge (CO₂-Differenzverträge) fördern energieintensive Industrieunternehmen beim Umstieg auf klimafreundliche Produktionsverfahren und gleichen über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren die Mehrkosten für CO₂-arme Technologien aus. Zielgruppen sind Unternehmen aus Stahl, Chemie, Zement, Glas, Papier, NE-Metallen sowie Betreiber von Industriedampf- und Abfallverbrennungsanlagen. Gefördert werden Investitions- und Betriebskosten (CAPEX & OPEX) für Projekte wie Einsatz von grünem Wasserstoff, Elektrifizierung, CCU/S oder Dekarbonisierung von Dampf-Systemen. Die Förderung erfolgt wettbewerblich über Gebotsverfahren, wobei Unternehmen den benötigten CO₂-Preis pro Tonne angeben; die günstigsten Gebote erhalten Zuschläge. Mindestförderung beträgt 15 Mio. €, das Gesamtbudget liegt bei 50 Mrd. € über 15 Jahre. Voraussetzung sind unter anderem ein Produktionsstandort in Deutschland, CO₂-Reduktion von mindestens 60 % ab dem 3. Jahr und operativer Beginn bis 2031. Für die Foodhub NRW Community ist das Instrument relevant, wenn Unternehmen große Produktionsanlagen klimafreundlich transformieren und langfristige Planungssicherheit für Investitionen in Dekarbonisierung benötigen. Mehr dazu.

Events unserer Partner

Das Förderprogramm „Ressource.NRW“ richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Nordrhein-Westfalen, die Investitionen zur Ressourceneinsparung, Abfallvermeidung oder zum Übergang zur Kreislaufwirtschaft planen oder bereits umsetzen möchten.

Worum geht es?
Die Landesregierung NRW stellt gemeinsam mit der EU über das EFRE/JTF-Programm Nordrhein-Westfalen 2021–2027 mehr als 8 Millionen Euro bereit, um ressourceneffiziente Prozesse und innovative Technologien zu fördern. Gefördert werden z. B.:

  • Investitionen in neue, innovative Technologien, die noch nicht großtechnisch angewendet werden, oder

  • Investitionen, die gleichzeitig Ressourceneffizienz steigern und Treibhausgas-Emissionen reduzieren („Fördereffizienz“).

Förderkonditionen im Überblick

  • Förderquote: bis zu 60 % der förderfähigen Kosten

  • Maximale Fördersumme: 4 Mio. €

  • Bagatellgrenze: mindestens 25.000 € Zuschuss

  • Antragsfrist: fortlaufend bis zum 30.06.2026 über das EFRE-Online-Portal

Wichtig: Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs geprüft und bewilligt.


Online-Infoveranstaltungen der Effizienz-Agentur NRW

Begleitend zum Förderprogramm bietet die Effizienz-Agentur NRW (efa) mehrere kostenfreie Online-Infoveranstaltungen an. In diesen kompakten einstündigen Terminen erfahrt ihr alles Wesentliche zum Förderprogramm:

  • Was wird gefördert?

  • Wer ist antragsberechtigt?

  • Wie läuft der Antrag?

  • Welche Voraussetzungen gelten?

Termine (jeweils 12:00–13:00 Uhr):

  • 19.02.2026

  • 05.03.2026

  • 19.03.2026

  • 02.04.2026

  • 16.04.2026

Daten & Anmeldung: über die efa NRW Website

Tipp für Unternehmen: Informiert euch frühzeitig, ob euer Vorhaben förderfähig ist und nutzt die Infoveranstaltungen, um eure Fragen direkt zu klären. Durch die frühzeitige Teilnahme erhöhen sie Ihre Planungssicherheit für eine erfolgreiche Antragstellung.

Am 22. Juni 2026 geht das Food Innovation Camp in Hamburg in die nächste Runde.
Als Branchentreff der nachhaltigen Food Szene bietet das Camp über 1.300 Fachbesuchern Raum für Inspiration, gezieltes Networking und Business. Top-Entscheider aus Handel, Gastgewerbe, Food Service, Investment und Politik treffen auf bis zu 90 innovative Food Start-ups, erfahren spannende Branchen-Insights in der Konferenz, können über 30 Startup Pitches auf der Pitch-Bühne verfolgen und Startup Produkte live in der FIC Show Kitchen verkosten.
Die Rentenbank und das TechQuartier laden zur Growth Alliance Networking Summit 2026 (GANS26) ein. Auch in diesem Jahr kommen Entscheider:innen, Innovator:innen und Vordenker:innen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft zusammen, um gemeinsam an Lösungen für die Zukunft der Branche zu arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen zwei Themen: technologische Innovationen in der Tierhaltung sowie moderne Pflanzenzüchtung für resiliente, klimaangepasste und ressourceneffiziente Agrarsysteme.
Freu dich auf spannende Impulse, Start-up-Pitches und offene Diskussionen mit Akteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Praxis. GANS26 bietet Raum für Austausch, neue Perspektiven und langfristige Kooperationen.
Foodhub NRW

Wir vernetzen Akteure der Agrar- und Lebensmittelbranche vom Feld zum Regal, um gemeinsam zukunftsgerichtete Lösungen für die Branchen zu entwickeln.

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